Erklärungen zur Multiple Sklerose


Was ist die Multiple Sklerose und wie wird sie Diagnostiziert?

Hier eine kurze Erklärung von Wikipedia, der Multiplen Sklerose

Die Multiple Sklerose (MS, auch Encephalomyelitis disseminata) ist eine entzündliche/demyelinisierende und degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems und nach der Epilepsie die zweithäufigste neurologische Erkrankung jüngerer Erwachsener. Die Krankheit zeichnet sich durch zwei wesentliche Merkmale aus. Zum einen treten im Gehirn und teilweise auch im Rückenmark verstreut Entzündungen auf, die der Angriff körpereigener Abwehrzellen auf die Myelinscheiden der Nerven verursacht. Außerdem kommt es aus verschiedenen Gründen (siehe 4.2) zu einer zellulären Schädigung der Axone. Diese Entwicklungen vermindern im Krankheitsverlauf die Leitfähigkeit der Nervenbahnen, was die typischen Symptome wie Kribbeln und andere Gefühlsstörungen, Spastiken, Lähmung, schnelle Ermüdbarkeit (Fatigue) sowie Sehstörungen auslöst.

Entgegen der landläufigen Meinung führt MS nicht zwangsläufig zu schweren Behinderungen. 15 Jahre nach Erkrankungsbeginn sind (ohne Therapie) mindestens 50 % aller Patienten noch gehfähig. Multiple Sklerose ist nicht ansteckend und nur selten tödlich. Weniger als 10 % der MS-Patienten sterben an den direkten Folgen der Erkrankung oder deren Komplikationen

Quelle:Wikipedia


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Die Diagnose der Multiplen Sklerose

Die Diagnose der MS wird im wesentlichen anhand klinischer Kriterien gestellt und stützt sich auf den Nachweis neurologischer Symptome und Befunde, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten und an verschiedenen Stellen des ZNS auftreten ("Dissemination in Ort und Zeit"). Die evozierten Potentiale (visuell-evozierte Potentiale, VEP, somato-sensibel evozierte Potentiale, SSEP, und magnet-evozierte Potentiale, MEP) können die Diagnose unterstützen, indem sie klinisch nicht in Erscheinung getretene Herde aufdecken und so z. B. eine abgelaufene, aber nicht bemerkte Sehnerventzündung nachweisen können. Die Liquoruntersuchung mit dem Nachweis der "oligoklonalen Banden" ist unabdingbar, um entzündliche Veränderungen im Nervenwassen (Liquor) aufzudecken und andere Differentialdiagnosen auszuschließen. Von besonderer Bedeutung ist die Kernspintomographie (MRT). MS-typische Veränderungen ("weiße Flecken") stellen rundlich-ovale Herde dar, die vor allem um die Hirnkammern herum (periventrikulär) angeordnet sind, aber auch den Übergang zwischen Hirnstamm und Kleinhirn und das obere Rückenmark betreffen können.
Leider gibt es bis jetzt keinen Befund, der für sich alleine genommen beweisend für die Diagnose "MS" wäre. Daher muss immer das klinische Erscheinungsbild mit dem Verlauf, der neurologische Untersuchungsbefund und die Ergebnisse der Zusatzuntersuchungen in der Zusammenschau gewürdigt werden, um die Diagnose stellen zu können. Hierfür existieren Diagnosekriterien ("Poser-Kriterien"), die in jüngster Zeit modifiziert wurden und es unter Berücksichtigung der kernspintomographischen Herde erlauben, die Diagnose einer MS bereits drei Monate nach dem ersten Ereignis zu stellen ("Mc-Donald-Kriterien").

Quelle: Amsel.de


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