Woche 3 vom 14.09.09 - 20.09.09

20.09.2009

Den heutigen Tag habe ich einfach genossen und ihn mehr oder weniger vor meinem Notebook verbracht. Das aber eher unabsichtlich, den ausgerechnet heute sind mir zahlreiche Tippfehler bei meiner Internetseite aufgefallen. Ich weiß echt nicht warum, ich habe mir die Teile bei denen mir die Tippfehler aufgefallen sind schon mindestens 100 Mal angeschaut und auch durchgelesen. Aber heute sind mir zum ersten Mal die Tippfehler aufgefallen.

Auch habe ich heute, wie jeden Sonntag in der Reha, die Fotos die ich in der vergangenen Woche gemacht habe auf meiner Internetseite bei der Fotogalerie eingebaut. Zur Auswahl hatte ich dieses Mal weniger Fotos, als letze Woche. Das lag u.a. daran dass das Wetter langsam auf Herbst umschaltet.

In wenigen Stunden beginnt meine letze Woche hier in der Reha. Ich freue mich schon bald wieder zuhause zu sein. denn meine Freundin fehlt mir sehr und auch der übliche Alltag von zuhause. Ok was mir auch fehlt ist ein größerer Fernseher. Zwar gibt es hier LCD Flat Screens, aber leider ist der nicht so groß wie meiner zuhause.

Ich höre jetzt schon einige sagen, Julian du bist hier in einer Reha. Aber so ein bisschen Komfort braucht man ja auch in einer Reha, oder??? ;-)

Den Abend werde ich noch Fernsehschauen verbringen und bei Zeit schlafen gehen, den Morgen fängt der Reha Alltag wieder an und mein Therapie Plan für morgen ist gut gefüllt. Zumindest am Vormittag, habe ich viele Therapien und da sollte ich ausgeschlafen sein.


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19.09.2009

Bald fängt  meine letzte Woche hier in der Reha in Bad Radkersburg an. Aber noch ist es nicht so weit, deshalb das ist heute so passiert.

Wie gewöhnlich jeden Samstag, hier in der Reha, habe ich auch heute da Frühstück ausfallen gelassen und dafür aber ausgeschlafen. So lange konnte ich aber nicht schlafen, denn ich hatte um 9:00 Uhr einen Termin. Zumindest stand da was von einem Vortrag über Ergonomie.

Ich bin natürlich pflichtbewusst hingegangen. Passend zu dem Thema Ergonomie, machte auch eine Ergotherapeutin den Vortrag. Der Vortrag war im Großen und Ganzen ja interessant, aber arg viel Neues habe ich nicht erfahren. Fast alles hatte ich schon gekannt bzw. davon mal was gehört.

Nach dem Vortag bin ich dann einkaufen gefahren, den ich hatte nichts mehr an Süßigkeiten. Es ist jetzt nicht so, dass ich laufend Süßigkeiten essen würde hier in der Reha. Aber ab und zu mal ein Stück Schokolade gönne ich mir auch hier. Aber immer im Hinterkopf, es darf bei der Waage nicht auffallen. Sprich ich muss dann doch wieder zusammenreisen :-).

Auf den Weg zum Supermarkt, habe ich dann noch eine MS Kranke aus der Reha-Klinik getroffen und mit ihr ein Bisschen geplaudert. Das Einkaufen ging dann schnell über die Bühne und auch die Rückfahrt war schnell erledigt.

Wieder zurück in der Reha Klinik hatte ich dann noch gut 10 Minuten Zeit, bis zu meiner aller letzten Therapie für diese Woche. Auf rein freiwilliger Basis hatte ich noch Sprach und Ausdruckstherapie. Es war wie immer Lustig. Heute sollte ich ein Gedicht, das die Therapeutin selber gedichtet hatte, vortragen. Ich hatte einige Fehler und Versprecher darin. Jedes Mal fingen wir, die Therapeutin und ich zu lachen, bei einem solchen Fehler oder Versprecher.

Die Sprach und Ausdruckstherapie endete passend zum Mittagessen. Ich nutze die Tatsache gleich  und fuhr zum Mittagessen. Ich hatte heute ein Currygeschnetzeltes mit Reis. Wie immer war das Essen lecker.

Nach dem Essen legte ich mich ein bisschen ins Bett und schaute Fernsehen. Dabei machte ich mich mir, eher unabsichtlich, Gedanken zu der Fotogalerie auf meiner Internetseite. Mit ist da eine Möglichkeit eingefallen, wie ich sie Umbauen könnte. Nämlich genau so wie ich es mir Vorstelle. In meiner Vorstellung möchte ich eine Fotogalerie bauen, die Übersichtlicher als die Jetzige ist und bei der auch die Wege kürzer sind, sprich nicht mehr so viel rumgeklickse. Ich habe dann auch gleich angefangen, die ersten Ideen in die Tat umzusetzen. Ein Hauptmenü gibt es schon, leider mehr noch nicht. Ich habe dann auch noch eine Email, die ich von meiner Freundin bekommen hatte, beantwortet.

Da das Wetter, doch besser geworden ist. Noch in der Früh, war es Nebelig und machte den Anschein so bleiben zu wollen. Bin ich ein bisschen raus gegangen. Ich fuhr ein bisschen ziellos in der Gegend herum machte ein paar Fotos. Als ich zu eine Gehweg kam, übte ich noch ein bisschen das Rückwerts den Randstein runterfahren. Umfallen oder nach hinten kippen konnte ich nicht, da der Kippschutz bei meinem Rollstuhl draußen war.

Rückwerts den Randstein runterfahren kann ich. Auch habe keine Angst dabei. Was ich aber noch nicht so gut, eher gesagt gar nicht konnte, war das Runterfahren ohne dass das Fußbrett am Randstein schleift. Mit ein wenig Kippen und dann zu Seite drehen, hebe ich glaub das Problem gelöst. Wenn das Wetter morgen auch so schön ist übe ich vielleicht wieder.

Vor lauter üben hatte ich voll und ganz die Zeit vergessen. So kam es dazu das gleich zum Abendessen gefahren bin. Aber das Essen heute war nicht so ganz meins. Ich aß ein bisschen war und dann auch noch den Tomatensalat, den ich mir noch bringen ließ. Beim rausfahren aus dem Speisesaal, nahm ich mir noch eine Scheibe Brot mit. Wenn man es genau nimmt waren der Tomaten Salat und die Scheibe Brot heute mein Abendessen.

Bin schon gespannt wie sich das auf der Waage zeigen wird. Den Morgen muss ich wieder zum wöchentlichen Wiegen. Bin schon gespannt was dabei rauskommen wird!!!


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18.09.2009

Heute Morgen hatte ich echt Glück, den mein Zimmer Kollege hatte später als ich Therapie, so konnte ich als erster ins Bad und musste ich nicht so hetzen. Das war echt angenehm, mal morgens nicht noch hetzen zu müssen.

Sonst war doch immer eine wenig stressig in der Früh. Was wiederum den Vorteil hatte ich wurde schnell wach. Das war heute nicht so der Fall, aber ich hatte ja auch mehr Zeit als sonst.

Komischerweise ging alles in derselben Zeit wie sonst über die Bühne, obwohl ich mir echt Zeit beim Duschen gelassen habe. Ich habe nicht mehr oder auch weniger Zeit gebraucht. Das fand ich echt komisch.

Nach dem ich dann mit dem Duschen und dem anderen Sachen, die man so in der Früh im Bad tut, fertig war, habe ich mich auf dem Weg zum Frühstücken gemacht. Trotz meines erneuten Vorsatzes, mal was anderes zu frühstücken, habe ich dann doch wieder das Übliche gefrühstückt. Also zwei Semmeln mit Butter und Nutella. Der Zuckerstoß hat wie immer gut getan.

Wie die zwei Semmeln, samt der Butter und dem Nutella, genüsslich verspeist waren, habe ich mich auf gemacht zu meiner ersten Therapie. Heute stand mal wieder der Gangtrainer als erstes auf dem Therapieplan. Wie immer war es eine nette aber dennoch anstrengende Sache. Wie schon beim letzen Mal, bin in dem langsamen Tempo gelaufen.

Wie jede langsame Bewegung, war das anstrengend. Aber das Richtige, aus zwei Gründen. Grund eins, ich hatte keine Probleme mit den Spastiken in meinen Beinen. Grund zwei, ich kann so meine Ausdauer trainieren.

Nach dem Gangtrainer hatte ich eine gute halbe Stunde Zeit bis zu der nächsten Therapie. Als nächstes hatte ich bei der Neuropsychologie einen Termin. Wie schon gestern und auch den letzen Malen, dürfte ich Tests machen. Meist waren es Tests die ich das letzte Mal schon gemacht, damit ein Vergleich da ist wie ich mich entwickelt habe. Bisher war alles im Rahmen. Ich war zwar ein kleines Bisschen schlechter als bei letzen Mal, aber nur ein kleines Bisschen. So das alle Ergebnisse bisher im Durchschnitt waren.

Beim letzen Mal waren die Ergebnisse zum Teil überdurchschnittlich. Ich sollte wohl wieder mehr Trainieren wenn ich zuhause bin, oder??? ;-)

Nach der Neuropsychologie hatte ich eine gute Stunde Pause. Ich setze mich in dieser Stunde vor mein Notebook und schaute einige Sachen im Internet nach. Obwohl es viel das ich nachgeschaut habe, verging sie Zeit wie im Flug.

Als nächstes hatte ich dann Physiotherapie. Die Therapeutin meinte gleich zu Beginn zu mir dass ich mich, ordentlich von meinem Rollstuhl auf die Liege setzen sollte. Sie hat das so Bonus und Manus System mit mir ausgemacht. Ich würde eher sagen dass mir die Sache aufs Auge gedrückt wurde

Für jedes Mal wenn ich was nicht so mache, wie es nicht gezeigt bekommen habe, muss ich was spenden sagt sie. Von anfangs10 € sind wie schon bei 20€. Ich sehe das Ganze Mal als Spaß oder schmee wie man hier sagt, den so viel Geld habe ich nicht wie die Therapeutin denkt.

Als erstes bin ich in der Physiotherapie ein bisschen mit dem Rollator gelaufen. Das war sehr ungewohnt und auch anstrengend. Aber vielleicht auch nur weil ich es das erst mal gemacht hatte, ich weiß es nicht. Ich musst dann noch ein paar Übungen machen, bis ich dann von der Therapeutin raus geschmissen, wie es immer so nett bezeichnet, wurde.

Ich bin dann gleich zum Mittagessen gefahren. Es gab heute Backhendl mit Kartoffelsalat. Da ich der einzige am Tisch war, der das bekommen hatte weil die Anderen Diätkost bekommen, habe ich es genossen. Es war im Übrigen auch sehr lecker, wie alles das hier zum Essen gibt.

Gegen 12 Uhr war ich dann wieder in meinem Zimmer. Wie schon in den Andern Pausen heute, habe ich mich vor mein Notebook gesetzt. Ich wollte u.a. schauen ob ich eine Email von meiner Freundin bekommen hatte. Ich hatte Glück und es gab Post / eine Email. Nach dem ich die Email gelesen hatte und dabei auch mehrere Male schmunzelten musst, beantwortete ich die Email auch gleich. Dann surft ich noch ein wenig im Internet und musste auch schon wieder zu der nächsten Therapie für heute.

Ich hatte Ergotherapie, also Rollstuhltraining. Gestern am Abend hatte ich ein wenig, das an kippen, geübt. Natürlich immer mit Kippschutz, damit nichts passieren kann. Ich könnte z.B. nach Hinten überkippen und mich verletzen. Dass macht sich in einer Reha Klink, überhaupt nicht gut und wirft dann nur Fragen auf. Ich denke durch das Üben gestern, habe ich ein bisschen mehr Sicherheit bekommen.

Zum eigentlichen Üben sind wir dann wieder nach draußen gefahren. Das An kippen fällt mir schon leichter, aber leider nur wenn der Therapeut da ist und ich seine Hand auf meiner Schulter spüre. Wenn ich nichts spüre, dann werde ich unsicher und fange an zu denken. Also genau das was man nicht machen sollte. Neben dem An kippen übten wir auch das Rückwerts runterfahren bei einem Randstein. Das ging echt einfach und ohne größere Probleme. Wenn das mit dem eine Randstein runter An - oder Ab kippen nicht so klappt, sprich sicher dann kann ich immer noch die andere Variante nehmen.

Nach der Ergotherapie hatte ich wieder eine Stunde Pause und dann hatte ich Sprach und Ausdrücktherapie. Das ist bei der Logopädie, angegliedert. Dort habe ich Zungenbrecher aufsagen müssen. Die Therapeutin hatte das einige Zusammen geschrieben. Prompt ist mir ein Tippfehler aufgefallen. Ich habe ihn dann auch der Therapeutin gezeigt und sie meinte nur ups. Ich sei der erste dem dieser Fehler aufgefallen ist. Der Tippfehler war nicht so gravierend, er machte das ganze aufsagen nur spannender. Auch hier verging die Zeit wie im Flug.

So war es dann schon 16 Uhr. Ich bin nach der Therapie wieder in mein Zimmer zurück und habe mich, wie sollte es auch anderes sein, vor mein Notebook gesetzt. Ich hatte es laufen lassen, so war es möglich das ich Bilder die meiner Freundin, bei Drop Box einem Internetdienst wo man Sachen speichern kann, runterzuladen, den das braucht immer sehr lange.

Am Abend habe ich noch ein wenig im Internet gesurft, Emails von meiner Freundin beantwortet und auch mit meiner Mutter, die angerufen hatte, telefoniert. Den Restlichen Abend werde ich mich glaube ins Bett legen und Fernsehen schauen.


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17.09.2009

Aufgewacht bin ich heute schon um halb sieben, ich würde eher sagen aufgeweckt worden bin ich um halb sieben. Aufgeweckt deshalb weil meine Blase sich gemeldet hatte. Meine Blase hätte sich ruhig noch eine halbe Stunde Zeit lassen können, so bis der Wecker klingelt finde ich zumindest Aber nee, es musste wie immer vor dem Wecker klingeln sein. Sei es drum, ich bin dann gleich wach geblieben nach dem ich wieder vom Klo zurück war.

Das frühere aufstehen / aufwachen heute, hatte sein Vorteil. Ich habe die halbe Stunde, die ich vor dem Wecker klingeln schon wach war,  genutzt um mich zu strecken und auch zu dehnen. So das die Spastik mir so gut wie es geht, keine Probleme macht.

Um 7 Uhr hat dann mein Wecker geklingelt. Ich suchte mir gleich frische Wäsche (Short, Socken und T-Shirt) raus und begab mich ins Bad zum Waschen. Dort zog ich mich gleich an bzw. um. Also Schlafsachen, Short und Socken aus und die neuen / frischen Sachen wieder an :-).Da ich echt gut in der Zeit lag, habe ich vor dem Frühstück noch ein bisschen Musik gehört.

Anschließend bin ich dann zum Frühstücken gefahren. Eigentlich wollte ich heute Wust Semmeln, anstatt meinen üblichen Nutella Semmeln, zum Frühstück essen. Der Geist war willig aber das Fleisch war schwach, oder wie soll ich es sagen. Es wurden dann doch wieder meine üblichen Nutella Semmeln. Ich genoss den Zucker Stoß am Morgen, in vollen Zügen, u.a. auch weil ich die Zeit dazu hatte.

Nach dem Frühstücken fuhr ich noch mal in mein Zimmer, da ich noch Zeit hatte bis zu der ersten
Therapie für heute. Als erstes hatte ich heute Physiotherapie. Das Zimmer, in dem die Physiotherapie stattfindet ist hier auf der Station, so kann ich beruhigt zwei Minuten vor Therapiebeginn losfahren.

Bei der Physiotherapie war ich heute regelrecht faul. Ich habe nämlich die Therapeutin gebeten mich zu fotografieren. Wieder mal, da die Fotos vom letzen Mal nichts geworden sind weil es zu dunkel war. Das einzige was die Therapeutin zu meiner Bitte sagte war, es geht halt von deiner Zeit ab.
Ich wurde dann auch noch bei einer Übung fotografiert. Da ich so groß bin, zeigen die Fotos leider nur meine Füße. Aber die wahren auch Hauptbestandteil der Übung. Hier noch eine kurz Beschreibung  der Übung. Ich musste mich mit beiden Händen an den Lehnen eines Stuhls abstützen und dann abwechselnd ein Mal rechts und ein Mal links, den Fuß nach vorn und nach hinten bewegen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, ging es dann recht gut würde ich sagen.

Nach der Physiotherapie hatte ich eine gute Stunde Pause. Diese nutze ich um mich wieder ins Bett zu legen und Musik zu hören.

Die nächste Therapie war dann das Sequenztraining. Weil das an beugen gegen einen widerstand, wegen einer Spastik im linken Bein nicht so klappte wie es das tun sollte. Meinte der Therapeut dass ich dann lieber Bauchmuskeln trainieren sollte. Wegen der Bedenken, die der Therapeut beim letzen Mal hatte, fragte ich nochmals nach, aber es war sein erst.

Ich versuchte mich an drei Durchgängen a 30 Übungen. Das war schon eine Steigerung zum letzen Mal, denn damals hatte ich 3 Durchgänge a 20 Übungen gemacht. Dass das so anstrengt sein wird hätte ich nicht denken lassen. Nach dieser Übung war die Zeit, im Sequenztraining, leider schon wieder vorbei. Anschließend hatte ich dann Pause. Eigentlich nur eine halbe Stunde, aber da Visite war, war die Pause bis zum Mittag essen.

Eins noch zur Visite, diese ist immer donnerstags von 11 Uhr bis 12 Uhr. Wenn man als Patient Glück hat, hat man in dieser Zeit nichts und vielleicht auch schon davor, so wie ich heute habe ab 10:30 Uhr nichts mehr gehabt. Also was den Vormittag angeht.

Die Zeit bis zur Visite lag ich im Bett, vertieft in das Buch das ich im Moment lese.

Die Visite war heute sehr spät dran, im Vergleich zu den letzen Malen. Aber dennoch konnte ich recht früh zum Mittagessen, so hatte ich anschließen noch mehr als eine Stunde Mittagspause.

Ich hätte mich nicht vor mein Notebook setzen sollen und im Internet surfen. Denn ich habe echt total die Zeit vergessen und bin glatt zu der ersten Therapie am Nachmittag, dem Bewegungstrainer, zu spät gekommen. Aber glücklicherweise war das nicht so schlimm. Ich bin dann halt beim nächsten Therapeuten, der dort zuständig war, gefahren. Ich bin dann auch wirklich gefahren und habe mich nicht durch bewegen lassen.

Das zu spätkommen hatte wiederrum auch seine Vorteile. So musste ich nicht so lange warten, denn ich hatte an diesem Nachmittag noch ein paar Therapien.

Nach dem Bewegungstrainer ging es dann zum Massieren. Das ist für mich nicht so richtig eine Therapie, aber wenn es auf dem „Therapieplan“ steht ist es eine Therapie ;-). Da die Therapeutin, in dem Fall eher die Massörin, etwas Verspätung hatte saß ich schon wie auf Kohlen. Denn ich hatte gleich im Anschluss an das Massieren, schon wieder einen Therapietermin.

Aber es ging sich alles passend aus. Ich war pünktlich bei meiner nächsten und letzten Therapie, der Neuropsychologie, für heute. Nur die Therapeutin fehlte. Mit gut einer viertel Stunde Verspätung, fing dann die Therapie an. Grund für die Verspätung war eine Feuerschutz Belehrung oder so.

Bei der Neuropsychologie machte ich dann einen Test, bei dem meine Merkfähigkeit, also mein Gedächtnis, getestet wurde. Ich hatte denselben Test schon mal im vergangen Jahr gemacht. Das Ergebnis war dann ein wenig schlechter als im vergangenen Jahr. Um genau zu sein ich hatte einen Punkt weniger.

Nach der Neuropsychologie wollte ich gleich zum Abendessen. Ich war schon am Weg zum Speisesaal, als ich bemerkte dass ich eine halbe Stunde zu früh dran war. Ich bin dann noch mal in mein Zimmer gegangen / gefahren um nach zu sehen ob ich eine Email von meiner Freundin bekommen hatte. Siehe da ich hatte eine bekommen.

Ich las sie mir durch und schaltete Reflexartig Skype an um zu sehen ob sie dort online war. Ich hatte Glück, sie war online und strahlte dann wie ein „Honigkuchenpferd“. Ich freut mich einfach, auch wenn es nur tippen war, mich mir zu Unterhalten. Es war einfach wunderschön, wieder mit ihr zu sprechen, auch wenn es wie schon gesagt nur tippen war. Bei der ganzen Freunde und geskype vergas ich ganz die Zeit und auch der Hunger war nicht mehr so groß, eher ich hatte keinen mehr.
Dennoch haben wir nach gut einer Stunde, die wie im Flug verging, wieder aufgehört mit dem Skypen. Ich bin dann noch zum Abendessen gegangen und habe auch brav gefragt ob es einen neuen Therapieplan gibt. Einen neuen Therapieplan gab es nicht. So bin ich dann wieder zurück in mein Zimmer, habe dann noch die Email beantwortet, mich ins Bett gelegt und Fernsehen geschaut.


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16.09.2009

Der heutige Tag hat wie jeder andere, in den letzen Tagen begonnen. Wie immer kurz bevor der Wecker klingelt meldete sich meine Blase. Ich also pflichtbewusst aufs Klo und mich aus kathetert.

Da ich eh schon wach war fragte ich meinen Zimmerkollegen, der auch schon wach war, ob er den ins Bad müsse. Als Antwort bekam ich ein nein. So machte ich mich daran mir frische Wäsche zusammen zu suchen und mich dann wieder ins Bad zu verziehen um mich zu duschen.

Vom duschen wieder zurück zog ich mich an und warf mal eine Blick nach draußen. Alles was ich sah war eine Nebelwand und die war sehr dicht. Ich hab dann gleich mal mein Handy geschnappt und wie wild drauf los fotografiert. Ob die Fotos dann was geworden sind, weiß ich noch nicht den ich hatte noch keine Zeit sie mir anzuschauen.

Nach der Fotografierter Sache machte ich mich auf zum Frühstücken. Zu meiner Verwunderung, war ich früh dran. So beschloss ich zwei Semmeln mit Nutella zu essen. Das übliche Blutdruck messen hatte ich schon auf nach dem Frühstück verschoben, weil mir einfach zu viel los war.

Also ich in der Speisesaal reingefahren und mir ein Teller die zwei Semmeln geschnappt, da wurde ich von einer der Bedienungen angesprochen ob sie mir alles zum Platz bringen soll. Ich sagte ja und wurde noch gefragt was ich den auf die Semmeln drauf haben möchte. Ich sagte ihr das und machte mich auf zu meinem Platz und kurz drauf kam dann auch die Bedienung mit meinem Frühstück.

Nicht das ihr jetzt denkt, das mache ich immer so. Für gewöhnlich hole ich mir alles selber und fahre dann zu meinem Platz. Das Gute daran ist, wenn mir eine der Bedienungen behilflich ist das ich die Semmeln schon aufgeschnitten bekomme. Ich richtete mir dann das Frühstück, Semmeln mit Butter und Nutella beschmieren, her und genoss den Zuckerstoß am Morgen. Die zwei Semmeln genoss ich dann in Ruhe.

Nach dem Frühstück, fuhr ich dann noch mal kurz in mein Zimmer. Auf dem Weg dorthin, erledigte ich noch die Blutdruck Sache. Ich trank dann noch was ging aufs Klo und machte mich dann zu meiner ersten Therapie für heute.

Heute stand der Gangtrainer als erstes auf meinem Plan. Anfangs war es noch angenehm, von dem Gangtrainer durch bewegt zu werden. Dann aber machten mir Streckspasmen zu schaffen. Ich schlug, wegen der Steckspasmen immer irgendwo an. Einer Therapeutin viel das auf, sie fragte mich was ich denn machen würde. Ich erzählte ihr von den Steckspasmen und meinte dass wenn die Geschwindigkeit langsamer wäre alles vielleicht besser sein würd. Gesagt getan, die Therapeutin stellte die Geschwindigkeit runter und ich hatte keine Streckspasmen mehr.

Das langsame Bewegen in dem Gangtrainer war dann auch anstrengender für mich. Da ich keine Streckspasmen mehr hatte, beschloss ich dass es das wert war. Ich lief dann gut 12 Minuten mit dieser langsamen Geschwindigkeit.

Nach dem Gangtrainer hatte ich dann 30 Minuten Pause, bis zu der nächsten Therapie dem Kognitiv Training. Da das Zimmer in dem das Kognitiv Training stattfand, in der Nähe von dem Zimmer in dem der Gangtrainer war / stattfand. Beschloss ich gleich in der Nähe zu bleiben. Die Zeit vertrieb ich mir mit lesen.

Da das Kognitiv Training am  Computer stattfindet, gehört es zu meinen Lieblingstherapien. In welcher Therapie sonst darf ich was am Computer machen!! :-). Wie immer verging die Zeit sehr schnell und das Ende der Therapieeinheit war da.

Therapie mäßig war es das dann für dem Vormittag. Bis zum Mittagessen legte ich mich in mein Bett und schaute Fernsehen.

Nach dem Mittagessen fing dann mein Therapie Marathon an. Nein so schlimm war es dann auch wieder nicht. Ich hatte ab 13 Uhr, zu Beginn jeder vollen Stunde, eine Therapie.

Als erstes fing ich um 13 Uhr mit der Physiotherapie an. Wieder musst ich nicht wirklich was tun, außer mich auf eine Liege zu legen und meine Füße auf einen Würfel zu legen. Die Physiotherapeutin machte dann was an meine Füßen. Das war echt angenehm.

Ich hatte dann wieder eine halbe Stunde Pause.

Als nächstes dann um 14 Uhr stand dann die Ergotherapie an. Wieder war Rollstuhltraining angesagt. Beim letzen Mal schon hatte ich richtig Lust bekommen, die Sache mit dem An kippen zu lernen.

Da das Wetter wieder schöner und auch wärmer wurde, sagte der Ergotherapeut zu mir lass uns raus gehen, in dem Fall meinte er wohl raus fahren aber wurscht. Dann war es soweit, ich kippte das erste Mal draußen an, sprich ich stand auf meinen Hinterrädern.

Nach dem ich dann die Sicherheit gefunden hatte auf meine Hinterrädern zu stehen, versuchte ich mich an einer Drehung um die eigene Achse. Siehe da ich hatte fast du Drehung geschafft. Ich schaffte immer hin schon fast 270°. Also eine dreiviertel Drehung war das schon mal, anders ausgedrückt eine Steigerung um 180° zum letzen Mal.

Gut das war heute das zweite Mal, wo ich probierte / übte. Da kam ich noch nicht so viel verlangen. Dennoch merke ich das ich langsam die Sicherheit bekomme und beim An kippen da denken aufhöre. Denn das ist der größte Fehler den man machen kann. Einfach machen ist in diesem Fall das Beste.

Neben dem An kippen probierten wir auch das herunterfahren bei einem Randstein. Der Ergotherapeut hielt mich hinten, während ich versuchte einen Randstein runter zu fahren, eher kippe. Das ist ein echt komisches Gefühl. Weil man das nach Gefühl machen muss, da man so gut wie nichts sieht.

Als letztes machten wir dann auch noch Übungen wie ich mich verhalten solle wenn ich hinten überkippe. Das muss ich noch lernen bzw. es muss wie ein Reflex werden das ich dann die Räder einfach zurück ziehe und mit den Füßen nach unten drücke. Aber ich denke das werde ich noch hinbekommen. Schließlich bin ich ja noch ein Weilchen hier.

Ich fuhr dann noch mit in die Ergotherapie, weil ich das Fensterbild das ich Samstag vor einer Woche gemacht hatte holen wollte. Bei der Gelegenheit wurde ich von einer anderen Ergotherapeutin angesprochen bei der ich am späten Nachmittag noch einen Termin hatte. Es ging um einige Verordnungen für meine Rollstuhl, da einiges zu richten ist.

Da ich das schon erledigen konnte, war mein letzter Termin dann auch schon erledigt.

Als letzes stand für heute noch der Round Table, das Treffe der MS Kranken hier in der Klink, an. Heute ging es um das Thema Physiotherapie. Eine Physiotherapeutin erzählte einiges, über die Verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und beantwortete auch noch Fragen. Es war echt interessant. Leider verging die Zeit, wie bei allem Interessanten wieder zu schnell.

Nach diesem Round Table war es  nicht mehr lange bis zum Abendessen. Heute gab es Zwetschen Knödel für mich. Die waren echt lecker, da die Gelüste mit mir durchgegangen sind habe ich noch wegen einem Nachschlag gefragt. Die Bedienung meinte sie müsse nachfragen und kam dann mit einer zweiten Portion für mich zurück.

Nach dem Abendessen habe ich dann noch bei der Pforte / Rezeption nachgefragt ob es einen neuen Therapieplan für mich gibt. Für mich gab es keinen neuen sondern nur für meinen Zimmerkollegen. Ich nahm den neuen Therapieplan für meine Zimmerkollegen mit und setzte mich den Abend noch vor mein Notebook und surfte im Internet.


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15.09.2009

Der heutige Tag fing wie jeder Tag, hier in der Reha, um 7:00 Uhr an. Wie schon gestern, verbrachte ich die ersten Minuten damit mich zu strecken. Geschlafen hatte ich echt gut. Die Spastik in meinen Beinen machte mir, komischer weiße, nicht zu schaffen.

Nach dem Aufstehen machte ich mich auf den Weg ins Bad. Natürlich hatte auch Wäsche zum wechseln, wie ein frisches Short und frische Socken, dabei :-D . Da ich gestern geduscht hatte und auch in der Nacht nicht sonderlich geschwitzt habe, beschoss ich mich nur so zu waschen. Wie ich dann fertig war mit all dem, also waschen und anziehen, nahm ich noch meine Medikamente und machte ich auf zu Frühstücken.

Das tägliche Blutdruckmessen, verschob ich auf nach dem Frühstück weil mir da zu viel los war. Beim Frühstücken kam der erste Schreck für dem Morgen. Dienstags ist gesundes Frühstück Tag, sprich es gibt nur gesunde Sachen also kein Nutella. Schnell hatte ich mich von diesem Schreck erholt und mich mit meinem Schicksal, das keine Nutella gibt abgefunden und mir mein Frühstück am Büfett zusammen gesucht. Es bestand aus einem Kornspitz, die sind hier echt groß, und Butter bzw. Marmelade.

An meinem Platz dann angekommen, habe ich mich um gesetzt und „versucht“ den Kornspitz der Länge nach aufzuschneiden. Versucht deshalb, weil der Kornspitz noch frische, sprich weich, war und die Messer alles andere als scharf. Es waren / sind halt typische Krankenhaus Messer, die stupf sind.

Ich riss den Kornspitz, nach dem ich erfolglos versucht hatte in aufzuschneiden, dann in der Mitte auseinander und versuchte ihn auf irgendeinem Weg so aufzuschneiden das ich die Butte bzw. Marmelade, die ich mir mitgenommen hatte, verbrauchen kann. Bei der einen Hälfte des Kornspitzes schaffte ich es, ihn der Länge nach zu teilen. Ich bestrich dann die beiden Hälften mit Butter und Marmelade. Die andere Hälfte beschloss ich so zu essen.

Nach dem Frühstücken, machte ich mich wieder auf den Weg ins Zimmer, da ich noch Zeithatte bis zu ersten Therapie. Auf dem Weg ins Zimmer maß ich dann auch noch meine Morgen Blutdruck u.a. auch weil es mich Interessierte, da ich kaltschweißig war. Schnell hatte ich auch einen evtl. Grund für diesen kalten Schweiß. Mein Blutdruck war im Keller, den er war bei 100 zu 60 und er Puls war bei fast 100. Für gewöhnlich hatte ich in der vergangen Tagen einen etwas höheren Blutdruck, der so bei 140 zu 80 war.

Ich bin dann nochmals in mein Zimmer gefahren um was zu trinken. Bevor ich mich dann zu meiner ersten Therapie, der Physiotherapie, aufmachte. Der Therapeutin erzählte ich dann von meinem Blutdruck und dem kalten schweiß. Sie fragte mich dann, ob ich mich ins Bett legen möchte oder ob wir Therapie machen sollen. Die Therapie halt in einer abgeschwächten Form. Ich sagte zur Therapeutin, dass ich gerne Therapie machen würde. Die Therapie war dann auch abgeschwächt, gegenüber denen der letzen Tage. Ich lag auf der Liege und die Therapeutin, drückte auf gewisse Punkte im Bereich von meinem Bauch und Beckens. Es war echt angenehme, denn die Muskelspannung in meinen Beinen wurde weniger. Ich legte mich nach der Physiotherapie dann noch ein Weilchen in mein Bett, um genau zu sein die ganze Stunde die Pause hatte. Wieder Gestärkt, machte ich mich dann zu meiner zweiten Therapie, den Sequenztraining, auf.

Beim Sequenztraining fragte ich dann den Therapeuten, ob ich heute Bauchmuskel Training machen könnte. Dieser willigte ein und ich machte mich daran mich auf das Gerät, auf dem ich meine Bauchmuskeln trainieren kann, um zusetzten. Da es überhaupt das erste Mal war, das ich an / auf so einem Gerät saß, machte ich 3 Mal 20 Wiederholungen.

Beim wiederumsetzen, von dem Gerät auf / in meinen Rollstuhl, half mir der Therapeut. Weil ich ein bisschen wegen der spastischen Lähmung meiner Beine fluchte, meinte der Therapeut zu mir das deswegen auch ungern solche Leute an das Gerät lässt. Der erste Gedanke von mir dann war, ups wenn ich das gewusst hätte dann … . Lange überlegte ich dann nicht mehr, sonder trainierte noch ein bisschen. Die Zeit war wie immer schnell vorbei.

Nach dem Sequenztraining, ruhte ich mich dann ein bisschen in meiner Zimmer aus, sprich ich lag im Bett. Wie ich dann wieder Fit war, schaltete ich mein Notebook und probierte ein paar Ideen durch, die ich hatte. Mir gefällt der Aufbau der Fotogalerie, bei meiner Internetseite, nicht (siehe dazu mein Blogeintrag von 14.09.2009). Schon gestern versuchte ich ein paar Ideen, aber es kam nicht wirklich was bei raus, das weiter verfolgen könnte. So beschoss ich Morgen, sprich heute, in Pausen die ich hatte weiter zu basteln. So wirklich berauschendes, ist aber auch heute nicht bei rausgekommen.

Ich glaube ich werde das, vorerst mal auf das kommende Wochenende, verschieben dass Basteln. Ich möchte ich mich einfach im Moment mehr auf die Therapien konzentrieren.

Von dem Ende bei Sequenztraining hatte ich dann bis zum Mittagessen Pause. Was ich da gemacht habe, steht einen Absatz höher. Nach dem Mittagessen, hatte ich dann noch eine gute Stunde Pause. Ich nutze diese Stunde und legte mich wieder hin und hörte Musik. Ich muss wohl eingeschlafen sein, was ja nicht schlecht ist, aber diese Stunde verging wie im Flug.

Als erste Therapie nach der Mittagspause, hatte ich den Bewegungstrainer, wenn man das eine Therapie nennen kann ;-). Es tat wie immer gut, die Beine durch bewegt, zu bekommen. Die 12 Minuten, die diese Therapie dauerte, waren wie immer schnell rum.

Bis zu der nächsten auch letzten Therapie für heute, hatte ich dann eine gute dreiviertel Stunde Pause. Zum Ausklang des Tages, hatte ich dann noch Hockergymnastik. Die dann doch anstrengender wurde als ich dachte. Ich sehe es aber von der Seite, dass diese Woche keine Hockergymnastik mehr habe. So ist das halb so wild, würde ich sagen.

Am Abend nach dem Essen, bin ich dann zu Pforte / Rezeption gefahren und habe gefragt ob es einen neuen Therapieplan für mich gibt. Es gab einen, für mich und meinen Zimmer Kollegen. Ich nahm die beiden Therapiepläne mit und machte mich auf die Weg in mein Zimmer. Dort schaute ich gleich nach, was sich den geändert hatte. Es war der Termin der Physiotherapie, dieser wurde von  vormittags auf den Nachmittag verlegt. Was mir im Übrigen recht ist, den so kann ich mir die Wiederholung von einer Kochsendung die, ich verpasst hatte, anschauen :-).


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14.09.2009

Heute ist der Anfang der zweiten Reha Hälfte. Ich merke zwar noch nicht viel das sich verbessert hat, aber dennoch habe ich zahlreiche, ich nenne es mal, Punkte erfahren über die ich mir doch Gedanken machen soll. Aktuellstes Beispiel, war Vergangener Freitag. Ich möchte das hier nicht ausführen und bitte die, die es Interessiert bei dem Freitagseintrag nachzulesen was in der Ergo passiert ist.

Beinahe hätte ich eins vergessen was sich gebessert hat. Ich bin innerlich noch ruhiger und vor allem entspannter geworden. Ob das jetzt direkt was mit der Reha zu tun hat, kann ich leider nicht sagen. Weil es könnte auch sein, das mich hier mein normaler Alltag nicht so beschäftigt, da ich durch die Therapien abgelenkt bin. Die Ablenkung hat ja auch ihr Gutes, so vergeht sie Zeit schneller und ich bin bald wieder zuhause. Denn meine Freundin fehlt mir schon sehr.

So nun wieder zu Reha und was heute so passiert ist bei mir. Wie eigentlich jeden Tag hier, bin ich auch heute wieder um 7:00 Uhr aufgestanden. Nach ein bisschen stecken und gähnen, was heute knapp 10 Minuten gedauert hatte, bin ich dann ins Bad zum Duschen. Dort habe ich leider die Zeit vergessen und bin dann erst gegen 7:50 Uhr wieder rausgekommen. Bis ich dann angezogen und beim Frühstücken war, war es kurz nach 8:00 Uhr.

Ich habe dann mit etwas eile mein Frühstück, zwei Nutella Semmeln, gegessen. Gestärkt machte ich mich dann auch gleich zur ersten Therapie. Heute stand der Gehtrainer als erstes auf dem Plan. Dort ankommen, ich wurde gleich in der Gerät geschnallt, musst ich auch schnell wieder eine Pause machen. Unter anderem auch weil ich in Tränen ausgebrochen bin. Wieso kann ich ehrlich nicht sagen. Nach einer kurzen Pause, ging es dann auch gleich weiter. Ich übte das gehen, wenn man das so nennen kann, dann für gut 12 Minuten. Das ganze ohne Probleme.

Wieder zurück im Zimmer, legte ich mich ins Bett und hörte Musik. Leider musste ich fest stellen dass die MP3 Auswahl, die ich auf meinem Handy gespeichert habe, nicht die beste war. Ich fand mich damit ab und hörte die MP3’s auf meinem Handy durch. Das liegen hatte dann echt gut getan. Bei einem Blick zum Fenster raus, ich hatte bis her noch nicht wirklich aus dem Fenster geschaut, fand ich einen möglichen Grund dafür wieso es mir heute nicht so gut ging. Es war das Wetter oder um es anderes auszudrücken der graue Himmel. Wieder Mal wurde mir klar gemacht, dass ich wohl doch Wetterfühliger bin als ich dachte bzw. mir eingestehen will.

Ich musste mich dann doch wieder aufstehen, denn die nächste Therapie, wenn man das Massieren eine Therapie nennen kann, stand an. Ich hatte wie eben schon erzählt Massieren. Auch wenn die Verspannungen, die ich habe, weh tun wenn sie gelockert werden ist doch was angenehmes so eine Massage.

Nach dem Massieren hatte ich gut eine halbe Stunde Pause bis zu der nächsten Therapie, dem Kognitiv Training. Da das Zimmer wo das Kognitiv Training stattfand nicht weit weg war, beschloss ich gleich dort hin zufahren und die Zeit bis dahin mit lesen zu verbringen.

Ganz in das Lesen, ich lese im Moment ein Buch über Multiple Sklerose, vertieft vergas ich total die Zeit. Von der Therapeutin die das Kognitiv Training betreute, wurde ich an den Anfang der nächsten Therapie, dem Kognitiv Training, erinnert.

Gleich zu Beginn bat ich die Therapeutin, Fotos von mir zu machen wie ich vor eine der Computer saß. Ich möchte gern von jeder Therapie, Fotos von mir haben die ich auf meiner Seite bei der Fotogalerie einbauen werde. Ich habe schon fast von allen Therapien Fotos von mir.

Das Kognitiv Training ging dann wie immer schnell vorbei und schon war es Zeit für das Mittagessen. Das ich mit keinem Zeitdruck zu mir nahm. Das Essen hier ist einfach lecker. Das habe aber mal erzählt, glaube ich zumindest. Wenn nicht ist es ja auch nicht schlimm

Weil doch ein bisschen länger beim Mittagessen gebaucht habe, war meine Mittagspause entsprechend kürzer als gedacht. Wieder legte ich mich ins Bett und hörte Musik. Leider immer noch die gleiche!!

Die Zeit bis zu der nächsten Therapie verging dann auch wieder schnell. Ich hatte als nächstes Physiotherapie. Um nicht gleich voll eingespannt zu werden, nahm ich wie schon vergangenen Montag meinen Therapieplan für diese Woche mit um ihn der Therapeutin zu zeigen. Ich hatte Glück und die ersten Minuten der Physiotherapie waren anderweitig verplant, mit Therapie Plan anschauen.

Lange hatte ich nicht Pause, weil das Therapieplan anschauen nicht so lange gedauert hatte. Es waren nur 2 Übungen die ich machen musste. Diese Übungen zeigten mir aber recht schnell auf, das ich viele Muskeln habe ich ein bisschen verkürzt sind. Dennoch konnte ich alle Übungen mitmachen.

Nach der Physiotherapie hatte ich dann gut eine Stunde Pause. Wieder legte ich mich ins Bett, nur das ich dieses Mal Fernsehen schaute. Glücklicherweise ging es aus, dass ich eine Kochsendung anschauen konnte. Leider nicht ganz, aber besser als letzte Woche da ging es sich nämlich nicht aus weil ich zur Therapie musste.

Nach dieser guten Stunde Pause, hatte ich dann Ergotherapie. Diese Woche bei einem anderen Therapeuten. Das Kippen bzw. Stehen auf den Hinterrädern möchte mit diesem Therapeuten lernen.
 
Nachdem sich der Therapeut einen Rollstuhl geholt hatte, fingen wir gleich mit dem Üben an. Er erzeigte mir, mit seinem Rollstuhl was ich machen sollte und auch worauf ich achten sollte. Dann war ich an der Reihe. Nach anfänglichem zögern, gelang es mir dann doch auf den Hinterrädern meines Rollstuhls zustehen. Der Therapeut meinte dann auch gleich, ich solle doch versuchen mich um die Eigene Achse zu drehen. Ich wusste was er meinte, denn ich hatte es schon bei Ihm gesehen. Aber für den Moment war es zu viel, ich begann zu denken wie mach ich das und krachte mit einem Satz nach vorn.

Später gelang mir dann eine 90° Drehung. Leider war die Ergotherapie schneller als ich dachte zu Ende. Aber ich habe noch zwei Mal diese Woche Ergotherapie und da denke ich werde ich weiter üben können und sicherer werden. Vielleicht gelingt mir ja am Ende eine 360° Drehung, auf den Hinterrädern meines Rollstuhls.


Am Abend habe ich dann wieder einen neuen Therapieplan bekommen. Ich bin schon gespannt ob das der einzige neue Therapieplan in dieser Woche sein wird.


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